Schlagwörter

Der Mensch ist ein Augenwesen. Ist darauf ausgerichtet, sich, aus unterschiedlichen Gründen, mit Schönem und ästhetisch Ansprechendem zu umgeben. Dieses auch verbal zu goutieren. Es gibt dieses Schöne nicht nur im Zoo, im Museum, in der Galerie. Die ganze Welt ist unser Museum. Wir blicken uns um und entdecken Wunderbares. Und so, wie wir im Museum auch die Blicke nicht dem Phantastischen entziehen, jedoch unsere Hände von den Gemälden und Skulpturen lassen, goutieren wir unsere Mitwelt – und lassen die Hände von ihr. Das ist es, was wir lernen müssen: die Hände von dem zu lassen, was nicht das Unsrige ist.

Daß wir evolutionär darauf aus sind, unsere Gene zu verteilen, ist moralisch völlig bedeutungslos. Das Problem ist, daß wir kaum die Sprache und Signale verstehen, die Andere aussenden, um uns mitzuteilen: Mitmachen oder nicht mitmachen. Hätten wir die Fremdsprache unseres Gegenüber gelernt, wäre es ein Leichtes, gut miteinander auszukommen. Klarheit im Ausdruck, Präzision der Signale – auf der anderen Seite Respekt und Aufmerksamkeit: wie unnötig wäre verschwurbelte Political Correctness. Wie sehr würden sexuelle Übergriffe vermieden, besonders die, die ohne böse Absicht geschähen.

Advertisements