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Ich hatte Anfang der Achtziger Jahre das Glück, Elisabeth Kübler-Ross in Frankfurt kennen zu lernen. Mir war sie damals bekannt als jemand, der mit sterbenden Kindern arbeitete.

Von all dem, was ich mitbekam ist wohl das wichtigste für mich gewesen, daß man oft trauert, weil man nicht rechtzeitig das tat, was zu tun notwendig war. Aufgeschoben und hintangestellt, vergessen weil….

Es gibt so viele Gründe, etwas aufzuschieben. So ist es irgendwann das letzte Mal, daß man miteinander spricht, lacht, telephoniert, sich streitet – und die Entschuldigung unterläßt.

Die Tragik des Todes liegt nicht in der Kürze des Lebens, sondern darin, dass oft zu spät erkannt wird, was einem persönlich am Wichtigsten ist. Man hat den Zeitpunkt verpaßt. Und der Andere ist nicht mehr da. Eine Menge Unaufgearbeitetes bleibt zurück. Kein Abschied mehr….

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