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Ich bin froh, daß Tiere keine bestimmte Religion haben. Hühner schon garnicht. Und ich bin froh, daß wir meistens unsere Ruhe haben. Ich bedauere die Menschen.

Das Geschäftsmodell der meisten Götter ist Überwachung und Bespitzelung. Wie sollten sie sonst Bescheid wissen, wen sie belohnen, wen sie bestrafen sollen?! Sie müssen hinterher sein. Unermüdlich. Nun, es gibt ein paar freundliche Götter wie Bacchus beispielsweise. Vor allem gibt es viel mehr hilfreiche und freundliche Göttinnen wie Demeter, Freya etc. Warum nicht denen gedenken, wenn man schon Unsichtbare um sich haben möchte?!

Ich habe eben einmal in die Kiste gegriffen und mir aus Koran und Bibel ein paar Verse heraus gepikt. Hebräer 4, Vers 13: „Und keine Kreatur ist vor ihm unsichtbar, es ist aber alles bloß und entdeckt vor seinen Augen.“ Oder Sprüche SALOMOS 15, Vers 3: „Die Augen des HERRN sind an allen Orten, sie schauen auf Böse und Gute.“ Nicht viel besser ist, was ich im Koran lese.  Sure 57. Al-Hadid: „Und Er ist mit euch, wo immer ihr (auch) sein möget. Und Allah sieht alles, was ihr tut.“ Und in Sure 64: at-Tagabun: „Er weiß, was in den Himmeln und auf der Erde ist, und Er weiß, was ihr geheimhaltet und was ihr offenlegt. Und Allah weiß über das Innerste der Brüste Bescheid.

Man mag als Mensch wohl garnicht auf die Toilette gehen. Es schaut immer jemand beim Pinkeln zu. Da schaudert es wohl jeden Wohlmeinenden, zumal auch beim Geschlechtsverkehr immer jemand spannt. Und ob man seinen Samen fallen läßt, wie damals bei Onan. Ich möchte da kein Mensch sein. Es scheint hier wohl angemesssen, daran zu erinnern, daß sich im Strafgesetzbuch, 18. Abschnitt – Straftaten gegen die persönliche Freiheit (§§ 232 – 241a) der § 238 (Nachstellung) befindet, der solches Handeln unter Strafe stellt. Eine Erläuterung zum Begriff Nachstellen: „Der Begriff des Nachstellens ist bereits aus dem Gewaltschutzgesetz bekannt. Er umfasst mittelbare und unmittelbare Handlungen bzw. Drohungen des Täters, die darauf ausgerichtet sind, sich dem Opfer zu nähern, in dessen persönlichen Lebensbereich einzugreifen und dadurch seine freie Handlungs- und Entschlußfreiheit zu beeinträchtigen.“ Und ob man wohl wanderte im tiefen Tal, allein zu sein glaubt in der Wüste, so stellt dir doch der Unsichtbare nach.

Abgesehen vom unethischen Handeln der diversen Götter ist der Aspekt seine freie Handlungs- und Entschlußfreiheit zu beeinträchtigen am wichtigsten. So wird kein freier Mensch gebildet. So werden furchtsame und ängstliche Menschen erzogen, die nicht wagen, eigene Gedanken zu haben, Eigenes in die Tat umzusetzen. Ständige Beobachtung nimmt dem Menschen seine Würde. Macht ihn klein. Selbstbewußtsein kann da nicht entstehen, da man sich immer nach außen, nach den Spitzeln orientiert. Ich bin so froh ein Huhn zu sein. Hühner haben keine Religion, aber sie haben sehr viel Freude.

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