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Gerade eben schreit der Vogel, den eine unserer Katzen fing und zu fressen gedenkt. Ich horche hin, unfähig, dem armen Geschöpf zu helfen.

Mir schießt durch den Kopf: Wenn ich heute sterben müßte und ich aufrichtig auf mein Leben zurückschaute, was wären mein ehrlichen Gefühle und Gedanken? Welche Fragen stellte ich angesichts meines Lebensende, wenn sich alles, was ich geglaubt habe zu sein und zu besitzen, als unwirklich herausstellt: wer bin ich wirklich unter der Oberfläche meines Lebens? Habe ich jemals wirklich geliebt? Habe ich etwas mehr Schönheit und Freude in dieses Leben gebracht? Liebe ich mich selbst, das Geschenk dieses Daseins, liebe ich mein Leben? Oder lebe ich nur nach dem Erwartungen anderer, ohne innere Ekstase und seelische Erfüllung, bitter über ein Leben voller Kompromisse und Oberflächlichkeiten? Was sind die Werte meines Lebens? Was steht meiner Erfüllung im Weg? Was muß ich im Leben ändern, wenn ich am Ende nicht mit Bedauern und Ärger auf mein Leben zurückblicken will, sondern mit Dankbarkeit und voller Freude über ein wirklich sinnvolles Leben?

Wann immer ein Leben endet, es ist vollendet. Die Nützlichkeit des Lebens liegt nicht in der Länge, sondern in seinem Gebrauch.

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