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Da brandet sie an, die Geschwätzigkeit der Welt. Und inmitten steht der Mensch, der sich seinen Wert bewahren möchte. Er erinnert sich, daß es einst hieß: „Ein Mann, ein Wort.“ So einfach, Vertrauen zu schaffen, vertrauensvoll miteinander umzugehen.

Daß die Zeiten der Werbeversprechen, des Kleingedruckten, der juristischen Auseinandersetzungen solch ein einfaches Prinzip unter die Räder kommt, stellt einen gutmeinenden Menschen vor große Schwierigkeiten. Es wird ihm nicht geglaubt. Der Zweifel nagt wie ein Geschwür in Zwischenmenschlichen Beziehungen. Dabei war es einmal so einfach. Wir lesen in Jakobus 5.12 12: “ Vor allen Dingen aber, meine Brüder, schwöret nicht, weder bei dem Himmel noch bei der Erde noch mit einem andern Eid. Es sei aber euer Wort: Ja, das Ja ist; und: Nein, das Nein ist, auf daß ihr nicht unter das Gericht fallet.“ Arbeit an sich selbst heißt in erster Linie vertrauenswürdig zu sein. Zu seinem Wort zu stehen. Verläßlich sein. Das heißt nicht, keine Fehler zu machen, sondern erhobenen Hauptes zu und in seinem Leben stehen. Man würde sicher immer noch über uns lästern, unsere Exzentrik belächeln, unsere Spinnereien nicht verstehen. Man würde aber immer jemanden haben, mit dem man rechnen kann.

Bekanntlich wollen unsere Dichter nicht mehr denken, seit sie von der Philosophie gehört zu haben glauben, daß man Gedanken nicht denken darf, sondern sie leben muß.“ schrieb Robert Musil. Daß sich etwas im Leben und durch das Leben erweist, darüber nachzudenken setze  ich mich in mein Nest. Matthäus 5, 37: „Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.“ Mal sehen, was heraus kommt – Ei oder Erkenntnis…

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